Pferdewirt/-in

Pferde begleiten den Menschen schon seit Tausenden von Jahren: in der Landwirtschaft, dem Verkehr und Militär haben sie eine wichtige Rolle gespielt. Mit zunehmender Motorisierung und Technisierung wurden Pferde aus dem alltäglichen Leben immer mehr verdrängt. Die enge Beziehung zwischen Pferd und Mensch zeigt sich aber nach wie vor in Sport und Freizeit. Je nach Einsatzzweck werden unterschiedliche Pferderassen gezüchtet: vom langbeinigen, grazilen Rennpferd bis zum gutmütigen und kräftigen Reitpferd. Pferdewirte kümmern sich um die Fohlen, Stuten und Deckhengste. In Reitschulen geben sie Unterricht und versorgen die Pensionspferde. In Renn- und Trainingsställen trainieren sie die Galopp- und Trabrennpferde. Die Einsatzbereiche für Pferdewirte sind also sehr vielseitig. Für alle gilt aber: die Pferde stehen an erster Stelle. Aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben werden Pferdewirte in einer der vier Schwerpunkte ausgebildet:

  • Pferdezucht- und -haltung
  • Reiten
  • Rennreiten
  • Trabrennfahren

  • Gestüte
  • Reitschulen
  • Reitvereinigungen
  • Renn- und Trainingsställe
  • landwirtschaftliche Pferdehaltungsbetriebe und Pensionspferde-haltungen

dass es genau das Richtige für alle "Pferdenarren" ist

  • versorgen, pflegen, führen und transportieren Pferde
  • bilden Reitpferde aus und trainieren sie
  • kennen Körperbau, Lebensvorgänge und Verhalten der Pferde und wissen z. B. wie Futtermittel zusammengestellt sein muss
  • haben Grundkenntnisse in Tiergesundheit und hygiene und behandeln z. B. Wunden, legen Verbände an, pflegen Hufe, halten den Stall sauber, reinigen und pflegen Ausrüstung und Zubehör
  • kennen die unterschiedlichen Arten der Pferdehaltung
  • setzen bei ihrer Arbeit Maschinen und Geräte ein

 

 

Schwerpunkt Pferdezucht- und -haltung:

  • versorgen die Fohlen, Mutterstuten und Deckhengste, füttern, tränken und reinigen sie regelmäßig
  • betreuen trächtige Stuten und helfen bei der Geburt
  • wissen, worauf es bei Fortpflanzung, Züchtung, Vererbung und Rassenkunde ankommt
  • kennen die rechtlichen Bestimmungen über Pferdezucht und -haltung

 

Schwerpunkt Reiten:

  • versorgen die Reitpferde vor und nach dem Turnier, füttern, tränken und reinigen sie regelmäßig
  • satteln die Pferde, legen das Zaumzeug an und bandagieren sie
  • bilden Pferde in Dressur, Springen, Reiten im Gelände und Jagdreiten bis zur Klasse L (leichte Anforderungen) aus und trainieren sie
  • erteilen Anfängern und Fortgeschrittenen Reitunterricht
  • wissen, wie der Turniersport organisiert ist und kennen die rechtlichen Grundlagen der Rennordnung

 

Schwerpunkt Trabrennfahren:

 

  • versorgen die Trabrennpferde vor und nach dem Rennen, füttern, tränken und reinigen sie regelmäßig
  • spannen die Pferde an
  • bilden Trabrennpferde aus und trainieren sie, fahren sie vor dem Rennen warm, fahren auch selbst Rennen
  • wissen, wie der Trabrennsport organisiert ist und kennen die rechtlichen Grundlagen der Trabrennordnung

bereit sein, sich in das Verhalten von Pferden hineinzuversetzen, sich gegenüber den Vierbeinern aber auch durchsetzen können, schnell reagieren und ausgeglichen sein, Reitkenntnisse und reiterliches Talent haben, zupacken können, bereit sein, auch am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten, beim Schwerpunkt Rennreiten: zu Beginn der Ausbildung nicht mehr als 45 bis 50 kg wiegen

Gestüte, Reitschulen, Reitvereinigungen, Renn- und Trainingsställe

3 Jahre

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Pferdewirtschaftsmeister/-in, Fachagrarwirt/-in, Dipl.-Ing. Landwirtschaft

 

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

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