Klavier- und Cembalobauer/-in

Vom drei Meter langen Konzertflügel über das Kleinklavier bis zum Cembalo: Klavier- und Cembalobauer entwerfen und fertigen alles. Auch Instrumente die älter als 70 oder 80 Jahre sind, klingen vom Feinsten. Vorausgesetzt sie werden regelmäßig gespielt und: die Verarbeitung muss natürlich stimmen. Klavier- und Cembalobauer achten daher genau auf die Holzqualität und verarbeiten es mit viel Liebe zum Detail. Mechanik, Spielbarkeit und Klang müssen fein aufeinander abgestimmt sein. Ein gutes Gehör und eine gehörige Portion Musikalität sind für diesen Beruf natürlich wichtig, denn schließlich müssen die Instrumente gestimmt werden, bevor der Kunden das erste Mal darauf spielt. Klavier- und Cembalobauer werden in einer der beiden Fachrichtungen ausgebildet:

  • Klavierbau
  • Cembalobau

• handwerkliche und industrielle Hersteller von Klavieren, Flügeln, Cembali usw. • Musikinstrumentengeschäfte

die besondere Kombination: Handwerk und Musik und die anspruchsvolle und vielseitige Tätigkeit

  • kennen Aufbau und Funktionsweise von Klavieren, Flügeln und Cembali
  • wählen geeignete Hölzer und sonstige Materialien aus
  • stellen bezogene Rasten (Holzgerüst, das den Resonanzboden trägt) und Resonanzkörper her und schneiden z. B. Hölzer zu oder leimen Rippen und Stege auf den Resonanzboden
  • behandeln Oberflächen, wie z. B. Holz, Kunststoff oder Elfenbein durch Schleifen, Lackieren, Färben usw.

 

 

Fachrichtung Klavierbau :

  • bearbeiten Schaltungen, wie z. B. Züge, Pedale
  • bearbeiten die Klaviatur und bohren z. B. Tasten oder erneuern den Tastenbelag
  • bauen die Klaviermechanik ein und bauen z. B. die Dämpfung ein, passen den Klavierrahmen ein
  • regulieren das Spielwerk, wie z. B. Klaviatur oder Mechanik
  • stellen bezogene Rasten vor und bohren z. B. Wirbellöcher (an den Wirbeln werden Saiten befestigt; mit Hilfe der Wirbel und des Stimmhammers werden Klaviere gestimmt), messen Saiten, setzen Stimmnägel
  • intonieren (stimmen) Klaviere vor

 

Fachrichtung Cembalobau:

  • bearbeiten Schaltungen, wie z. B. Züge, Hand- und Fußschaltungen
  • bearbeiten die Klaviatur und bohren z. B. Tasten oder erneuern den Tastenbelag
  • bauen die Cembalomechanik ein und bauen z. B. Springer ein (Springer zupft mit Hilfe des Kiels und der Zunge die Cembalosaite)
  • regulieren das Spielwerk, wie z. B. Klaviatur oder Mechanik
  • stellen Resonanzkörper her und ziehen z. B. Saiten auf, bohren Stege und Wirbellöcher
  • intonieren (stimmen) Cembalos vor

Spaß an der Arbeit mit Holz und „Tönen“ haben, ein sehr gutes Gehör haben, sich für mechanisch-technische Zusammenhänge interessieren, Klavierspielen können

Hersteller von Klavieren, Flügeln, Cembali usw., Musikinstrumentengeschäfte

3,5 Jahre

z.B.: Ausbilder/-in (verantwortlich für die Ausbildung von Azubis), Klavier- und Cembalobauermeister/-in, Restaurator/-in, Techniker/-in für Betriebswissenschaft, Dipl.-Ingenieur/-in

 

 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

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