Während der Ausbildung...

Rechte & Pflichten

In der Ausbildung ist manches anders als in der Schule: Es gibt zum Beispiel eine Probezeit und Urlaubstage müssen angemeldet werden.

 

Berichtsheft

Im Berichtsheft werden alle Tätigkeiten während der Ausbildung und Inhalte des Unterrichts in der Berufsschule festgehalten. Meist muss dieser Ausbildungsnachweis wöchentlich - während der Arbeitszeit - geführt werden. Die genaue Dokumentation über die praktischen Tätigkeiten und den Unterrichtsstoff ist wichtig, da z.B. ein unvollständiges Berichtsheft dazu führen kann, dass man nicht zur Abschlussprüfung zugelassen wird.

 

Freistellung für die Berufsschule

Der Besuch der Berufsschule inklusive der Teilnahme an den Prüfungen gehört zur Ausbildung. In dieser Zeit werden die Auszubildenden von ihrem Betrieb freigestellt.

 

Vergütung

Auszubildende in einer dualen Ausbildung oder in einem dualen Studium erhalten eine Vergütung, die mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Wie hoch das Gehalt im Einzelnen tatsächlich ist, hängt vom gewählten Beruf, aber auch vom Bundesland und eventuell vorhandenen Tarifverträgen ab. Bei einer rein schulischen Ausbildung gibt es in der Regel kein Gehalt. Ausnahmen sind hier z.B. die Pflegeberufe. Teilweise muss aber auch ein Schulgeld für die Ausbildung gezahlt werden.

 

Krankmeldung

Wenn Arbeitnehmer und Auszubildende aus irgendwelchen Gründen nicht am Arbeitsplatz erscheinen können, müssen sie dies ihrem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen. Im Krankheitsfall muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Im Ausbildungsvertrag ist geregelt, ab welchem Tag der Arbeitsunfähigkeit ein Attest vom Arzt vorliegen muss.

 

Probezeit und Kündigung

Während der Probezeit können sowohl das Unternehmen als auch der Auszubildende das Ausbildungsverhältnis ohne Angabe von Gründen jederzeit beenden. Die Probezeit für Auszubildende kann mindestens einen und höchstens vier Monate dauern. Der genaue Zeitraum ist im Ausbildungsvertrag festgeschrieben. Nach der Probezeit muss eine Kündigung begründet werden, etwa mit unentschuldigten Fehlzeiten des Auszubildenden oder bei Diebstahl. Arbeitgeber und Auszubildende müssen in der Regel eine Kündigungsfrist von vier Wochen einhalten. Gegen eine nicht gerechtfertigte Kündigung kann man gerichtlich vorgehen. Zuerst sollte man sich jedoch an den Personal- oder Betriebsrat wenden.

 

Sorgfalts- und Weisungspflicht

Die Auszubildenden müssen die ihnen übertragenen Aufgaben sorgfältig ausführen und die Anweisungen des Ausbilders befolgen. Sie sind auch verpflichtet, Werkzeuge, Maschinen und sonstige Einrichtungen pfleglich zu behandeln. Sie müssen über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Stillschweigen bewahren.

 

Urlaub

Im Ausbildungsvertrag ist geregelt, wie viele Urlaubstage jedem zustehen. Gesetzlich geregelt sind nur die Mindeststandards. Azubis, die jünger als 16 Jahre alt sind, erhalten mindestens 30 Urlaubstage. Unter 17-Jährige bekommen mindestens 27 Urlaubstage und unter 18-Jährige haben Anspruch auf 25 Urlaubstage. Azubis, die älter als 18 Jahre sind, erhalten mindestens 24 Urlaubstage.

 

Zeugnis

Auszubildende erhalten nach Abschluss ihrer Ausbildung ein Prüfungszeugnis der Kammer, ein Zeugnis der Berufsschule sowie ein Zeugnis des Ausbildungsbetriebes. Das betriebliche Zeugnis kann als einfaches oder als qualifiziertes Zeugnis ausgestellt werden. Das einfache Zeugnis beinhaltet Angaben zur Person sowie zu Dauer und Ziel der Berufsausbildung und über die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse. Darüber hinaus kann das Zeugnis – evtl. auch auf eigenen Wunsch – auch Angaben über Führung, Leistung und besondere fachliche Fähigkeiten enthalten (qualifiziertes Zeugnis).

 

 Kindergeld während der Ausbildung

Endlich 18 - für viele fängt jetzt die Ausbildung an und das erste eigene Geld wird verdient. Aber auch mit dem 18. Lebensjahr geht das Recht auf Kindergeld nicht unbedingt verloren. Die Eltern volljähriger Auszubildender haben auch weiterhin Anspruch auf Kindergeldbezug. Voraussetzungen hierfür: Der Azubi muss jünger als 25 Jahre sein und sein anrechenbares Jahreseinkommen muss unter dem Grenzbetrag von 8004 Euro liegen.

Weitere Informationen findest Du HIER.

 

 

Quelle: http://www.meinestadt.de/deutschland/jobinfo/ausbildung-info/rechte
und
http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/jupo-kindergeld-bekommen-und-behalten-7376.htm

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