Noch keine Ausbildung gefunden?

Zwischen Schule und Beruf

Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können etwa durch die Teilnahme an einer berufsvorbereitenden Maßnahme ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz verbessern.

Nicht immer klappt die Suche nach einem Ausbildungsplatz auf Anhieb. Schlecht stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz leider für Jugendliche, die keinen Schulabschluss oder einen schlechten Hauptschulabschluss haben. Hier setzen die unterschiedlichen berufsvorbereitenden Maßnahmen an. Sie sollen Jugendlichen dabei helfen, ihre Qualifikationen zu verbessern. So können beispielsweise Schulabschlüsse nachgeholt werden und praktische sowie theoretische Kenntnisse für bestimmte Berufe erworben werden.

 

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)

Bei diesen außerbetrieblichen Einrichtungen handelt es sich um staatlich finanzierte Ausbildungsstellen in speziellen Ausbildungszentren, die meist von den Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern betrieben werden. Hier werden praktische Fertigkeiten vermittelt, die für handwerkliche oder kaufmännische Berufe wichtig sind. Zudem werden diese Kenntnisse durch Praktika in Unternehmen und Betrieben vertrieft.

 

Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ)

Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, können an einer so genannten Einstiegsqualifizierung teilnehmen. Dies ist ein Praktikum in einem Betrieb, das sechs oder auch zwölf Monate dauert. Idealerweise wird der Praktikant nach Abschluss der Einstiegsqualifizierung vom Betrieb in eine reguläre Ausbildung übernommen. Die Praktikanten bekommen während dieser Zeit ein Gehalt von rund 200 Euro ausgezahlt und der Betrieb zahlt Sozialversicherungsbeiträge. Das Einstiegsqualifizierungsjahr beginnt in der Regel am 1. Oktober. Bewerben kann man sich entweder über die Agentur für Arbeit oder direkt bei den Industrie- und Handelskammern bzw. Handwerkskammern. Voraussetzung ist, dass man bei der Agentur für Arbeit als Bewerber gemeldet ist, noch keine Berufsausbildung abgeschlossen hat und unter 25 Jahre alt ist.

 

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Das Berufsvorbereitungsjahr ist eine einjährige rein schulische Ausbildung, die an Berufsschulen angeboten wird. Zielgruppen sind vor allem Jugendliche ohne Hauptschulabschluss oder Abgänger von Förderschulen. Neben fachpraktischen Kenntnissen können die Schüler durch eine Zusatzprüfung am Ende des Ausbildungsjahres den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsabschluss erwerben. Das Berufsvorbereitungsjahr kann in verschiedenen Berufsfeldern absolviert werden: Die Schüler bekommen wichtiges theoretisches und praktisches Grundwissen z.B. in den Bereichen Metall, Elektrotechnik, Handel und Verkauf oder Gastronomie vermittelt. In der Regel muss man sich direkt bei der Berufsschule bewerben, die ein BVJ im gewünschten Berufsfeld anbietet. Nähere Informationen gibt es beim Schulamt oder bei der Arbeitsagentur.

 

Berufsgrundschuljahr oder Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)

Auch das Berufsgrundschuljahr ist eine rein schulische berufsvorbereitende Ausbildung, die an Berufsschulen angeboten wird. Es soll den Schülern Grundwissen aus mehreren verwandten Berufen vermitteln und so bei der Berufswahl helfen. Ein Berufsgrundschuljahr wird zum Beispiel in den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung, Elektrotechnik sowie Ernährung und Hauswirtschaft angeboten. Mit dem Abschluss eines BGJ kann eine anschließende Berufsausbildung verkürzt werden. Meist kann in diesem Jahr aber auch ein Hauptschulabschluss oder ein Realschul- oder vergleichbarer Bildungsabschluss erworben werden.

 

Quelle: http://www.meinestadt.de/deutschland/jobinfo/ausbildung-info/berufsvorbereitende-massnahmen

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